Ingrid Zellner

Falsches Spiel

Surendra-Sinha-Krimi Nr. 6

Cover_FalschesSpiel

ERSCHEINT AM 14. SEPTEMBER 2026


Aufruhr bei der Kripo Reutlingen: Kriminaloberkommissar Jakob Kratz kommt in Untersuchungshaft, als in seiner Badewanne eine ermordete Prostituierte aufgefunden wird. Zwar beteuert er vehement seine Unschuld, aber die Indizienlage spricht gegen ihn. 
Surendra Sinha, Privatermittler mit indischen Wurzeln und derzeit für den Familienanwalt Justus Michaelis in Bad Urach tätig, stößt durch Zufall auf eine Spur, die dem Fall Kratz eine überraschende Wendung zu geben scheint. Er beschließt, der Sache nachzugehen und noch etwas tiefer zu graben. Kann er seinen ehemaligen Kollegen entlasten?
Oder kosten ihn seine Nachforschungen am Ende sogar das Leben?


Oertel+Spörer, 2026 (240 Seiten) -> Bestelllinks

Leseprobe


Er verabschiedete sich mit seinem ehrerbietigsten »Namaste«, öffnete vorsichtig die Tür zu dem Barraum und stellte erleichtert fest, dass weder Zoé noch dieser Sven zu sehen waren. Nur Bodo Brandt war nach wie vor hinter seinem Tresen zugange und hob zufrieden den Daumen, als Surendra ihm mit einem heiteren Lächeln erklärte, er habe es mit Morgaine probiert, es sei sehr schön gewesen und er würde ganz bestimmt wiederkommen ins »Toujours l’amour«.

Es war noch immer heller Tag draußen, als er aus dem Bordell ins Freie trat. Sicherheitshalber ließ er auch jetzt erst einmal die Blicke schweifen. Nichts weckte seinen Argwohn, und so machte er sich auf den Weg zu seinem Wagen. Erst als er ihn erreichte und einsteigen wollte, kam es ihm plötzlich doch so vor, als ob etwas nicht stimmte. Ruckartig wandte er sich um, schaute aufmerksam in alle Richtungen. Nichts war zu sehen, niemand, der sich irgendwie verdächtig verhielt oder den er womöglich sogar kannte. Wurde er jetzt auf seine alten Tage etwa paranoid? Das konnte er nun überhaupt nicht gebrauchen!

Schließlich stieg er ein, ließ den Motor an und fuhr davon mit dem unangenehmen Gefühl, dass irgendjemand ihn beobachtet hatte.

Hoffentlich irrte er sich.

 

 

Making-of


Verglichen mit meinen früheren Krimis gibt es über den Entstehungsprozess von "Falsches Spiel" herzlich wenig zu erzählen – und selbst davon würde das meiste zudem zu handfesten Spoilern führen.

Deshalb kann ich mich diesmal kurz fassen: Ich habe in meiner Schublade eine ziemlich lange Liste mit Plot-Ideen, von denen drei sich zu diesem Krimi vereinigt haben. Eine davon (Stichwort "Marlena Kling") sollte 2021 noch ein eigenständiges Krimiprojekt werden, das ich nie verwirklicht, aber auch nie ganz aus den Augen verloren habe. Die anderen beiden Plot-Ideen könnte ich heute zeitlich gar nicht mehr genau verorten, und sie zu benennen würde, wie gesagt, die Story massiv spoilern. Ich kann nur so viel sagen: Sie haben mich immer sehr gereizt, und ich freue mich, dass ich sie nun zusammen mit dem Marlena-Motiv endlich umsetzen konnte.

Zu dem Marlena-Krimiprojekt gehörte seinerzeit übrigens auch der Song "Torna a casa" von der italienischen Rock-Band Måneskin. Ich hätte ihn gerne auch hier eingebaut, aber es ergab sich leider keine geeignete Gelegenheit dazu. Übriggeblieben ist deshalb lediglich ein Smartphone-Klingelton, den ich in Zusammenhang mit Marlena beschrieben habe, ohne den Songtitel zu nennen. Ein kleines Geheimnis sozusagen, das ich nur mit euch teile, die ihr diese meine Erinnerung gelesen habt. :)